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Gasthaus Mirli – Wienerwald Skyline

Juli 28, 2009 Kritiken No Comments
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Ein wirklicher Wochenend-Wald- und Wiesen-Tipp: Das Gasthaus Mirli findet sich recht weit hinten im Irenental, wenn man schon glaubt, man ist am letzten Schild vorbeigefahren… Das Gasthaus Mirli hat nicht nur einen einprägsamen Namen, sondern auch die wohl schönste Terrasse in Wien Umgebung. Das klassische Gasthaus findet sich mitten auf einer großen Wiese am Waldrand und zwingt einen geradezu, beim Rundumblick ein sanftes „Aaaa“ der Bewunderung zu seufzen… … weiterlesen

Dot’s: Essen zwischen Licht und Schatten

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Das Dot’s Experimental Sushi in der Mariahilferstrasse spricht für sich. Das Ambiente ist so eigenwillig wie man es sonst nur aus exklusiven Beleuchtungsstudios kennt. Dazu mischt sich eine schräge, aber durchaus passende Einrichtung gemischt aus Plexiglas und Plastik mit vielen weißen Akzenten. Hätte das Dot’s mehr Fenster, würde man sich wohl wie in einer Auslage fühlen, was aufgrund der Location mitten in einer Einkaufsgalerie in der Wiener Mariahilferstraße auch nicht ganz abwegig wäre.

Das Dot’s Experimental Sushi gibt sich experimentierfreudig, auch beim Essen. Sprich: der Name ist Programm. Es ist verblüffend, wie interessant Sushi-Variationen dargeboten werden können, wenn man Einfallsreichtum und Kreativität mit konventionellem Sushi vermischt. Vom „Tuna Rock’n’Roll Maki” bis zum „Green Maki” mit Spinat und Cream Cheese ist alles dabei, was man sich niemals eingerollt in Seetang-Blättern erwarten würde. Dabei sind die Gerichte manchmal erfrischend inspiriert, manchmal auch erstaunlich unpassend in Sushi-Röllchen gepackt. Dann hätten die Testesser ihre Maki manchmal auch lieber einfach nur als Aufstrich am Semmerl. Den wahren Sushi Kenner und Liebhaber führen die Wege deshalb wahrscheinlich eher ins Benkei oder in die Unkai Sushi Bar, denn das was traditionelle Sushi Freunde suchen, finden sie dort eher. Trotzdem gelingt es dem Dot’s Team einen wunderbar angenehmen Touch Postmoderne in ihr Sushi zu verpacken, der das Abendessen dort zu einem eigen- und vielleicht sogar in Wien einzigartigen Rundum-Erlebnis macht, denn gerade im Dots gilt, dass sich das Kulinarische mit dem Raum der es umgibt vermischt und einen durchaus positiven Gesamteindruck abgibt. Uns gefällt die junge und spritzige Art, mit der sich das Lokal präsentiert. Inszenierung pur ab der Eingangstüre für ein urbanes Publikum.
Das Dot’s eignet sich übrigens auch für größere, geschlossene Gruppen, da es im hinteren Bereich einen abgetrennten Raum für ca. 20 Personen gibt. Wir wollen an dieser Stelle auch auf die umfassende Getränke-Karte (inklusive Cocktails) hinweisen, die das geschmackliche Erlebnis vor, während, sowie nach dem Essen bestens ergänzt.

Ein kleines Kompliment an dieser Stelle für Lokalaugenschein Fotografin Angela, die es perfekt verstanden hat, die Stimmung im Dots auf Bild festzuhalten: grazie!

Kontaktinfo:
DOTS – Restaurant Bar Lounge experimental Sushi
Restaurant, Bar-Cafe, Cocktailbar
Mariahilfer Straße 103/G7
1060, Wien
Tel: 01/9209980
Email: info@dots-lounge.com
Web: www.dots-lounge.com

Öffnungszeiten:
Täglich von 17:00 bis 2:00

Und so sieht’s aus:

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Molly Darcy’s: Chronologie meiner Unzufriedenheit

Es gibt viele Irish Pubs in Wien. Eines der authentischeren davon befindet sich unweit vom Cafe Landtmann im ersten Bezirk. Das Molly’s, wie es von den meisten genannt wird, ist als After-Business-Beer-Location bekannt und auch unter der Woche gut besucht. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass die Bedienung im Molly’s sich regelmäßig durch eine schleichende oder akute Unfreundlichkeit auszeichnet. Im Normalfall – man ist ja in Wien – rechnet man ja ein bisschen damit. Unser (für längere Zeit letzter) Besuch sprach aber für sich. Deshalb hier die Chronologie meiner Unzufriedenheit:

  • Wir kommen im Molly’s an. Es ist Pub-Quiz an diesem Abend, das Lokal also sehr gut besucht. Wir haben eine Reservierung, werden aber gebeten im hinteren Teil des Lokals (einem etwas abgetrennten Hinterzimmer) Platz zu nehmen. Soweit so gut, wir sind ja flexibel.
  • Kellnerin kommt bereits nach rund 10 Minuten (…), bei der ersten Bestellung wird das erste Getränk kassiert, ebenso für die georderten Speisen. Wir versuchen schnell zu ordern, die Kellnerin hat uns nämlich wissen lassen, dass „sie hier hinten nicht so oft hinkommt“. Das sind wir gewohnt, kein Problem.
  • Kellnerin kommt mit Getränken, die Runde von 8 Personen freut sich, wir starten in einen gemütlichen Abend.
  • Essen kommt, aber nur für 5 der 8 Personen. Bei den anderen ist man sich seitens des Personals irgendwie nicht mehr ganz so sicher, ob und was dort bestellt wurde – egal bezahlt haben sie ja schon. Kellnerin nimmt das Essen das zweite Mal auf. Entschuldigung dafür hören wir nicht, wir fühlen uns eher etwas unwohl, ob der etwas düsteren Miene der Bedienung.
  • Irgendwann kommt der Herr vom einzigen in diesem Raum besetzten Nebentisch, seines Zeichens Amerikaner, zu uns und fragt uns, ob derart unfreundliches Personal in Österreich üblich ist und verweist auf die Tipping-Standards in den USA. Er wundert sich jedenfalls, dass es dieses Lokal noch gibt…
  • 20 Minuten später (alle anderen sind mit einem sehr durchschnittlichen Essen fertig, wobei die Pommes Frittes noch der frischeste Bestandteil der Gerichte waren) kommt ein Club-Sandwich, das in diesem Falle aber niemand bestellt hat. Mit einem „Fuck“ zieht sich Kellner Nummer Zwei wieder aus dem Zimmer zurück.
  • 5 Minuten später kommen dann die drei übrigen Speisen. Wir bestellen gleich nochmal Getränke dazu, man weiß ja nie, wann man wieder die Gelegenheit dazu bekommt.
  • Wir trinken die nächste Runde, die lauwarmen Speisen werden konsumiert. Soweit sind wir also noch gekommen. Um die nächste Runde Getränke zu bestellen, müssen wir selbst aktiv werden. Nachdem sich die Kellnerin mindestens 20 Minuten nicht mehr blicken lässt, schicken wir dezent einen Boten an die Bar.
  • Kellnerin kommt (immerhin), nimmt Bestellungen auf, kassiert diesmal nicht sofort. Kellnerin geht wieder. Nach weiteren 20 Minuten beginnen wir leichte Zweifel am Erfolg unserer Bestellung zu bekommen und erlauben uns nochmals einen Boten zu schicken, der sich nach dem Zustand der Getränke erkundigt, denn, soweit sind wir uns einig – auch ein Guinness muss nicht 20 Minuten setzen.
  • Kellnerin informiert Boten, dass wir nie eine Bestellung aufgegeben haben. Sie könnte aber hinten vorbeikommen, um unsere Order aufzunehmen. Außerdem können wir uns ja auch nach vorne begeben, das Pub-Quiz ist ja jetzt vorbei und da ist sie ja öfter.
  • Wir nehmen die Nachricht des Boten entgegen und beschließen, dass das heute nicht mehr besser wird und brechen auf. Die Kellnerin ärgert sich jetzt doch irgendwie, dass wir gehen. Dafür bekommen wir weder ein Danke noch ein Bis zum nächsten Mal – das gibt es auch für längere Zeit nicht.

Summa sumarum: Wir versuchen wirklich bei unseren Besuchen das Positive und Gesellige in den Vordergrund der Bewertung zu rücken. An diesem Abend war das leider nicht möglich. Es ist auch nicht das erste Mal, dass uns im Molly’s ein solcher Wind entgegenbläst, nur diesmal war für uns das Maß voll. Wir wünschen dem Molly’s, dass man sich zum Thema Service ein paar Gedanken macht, das Lokal an sich ist nämlich definitiv einen Besuch wert.
Randnotiz: Foto gibt es vom Molly Darcy’s keines, weil hier (übrigens das einzige Lokal neben der Kantine im Justizpalast) von uns eine Garantie wollte, die Fotos vorher freizugeben, bevor wir sie verwenden. Die Fotografin zog weiter, wir ersparen ihr einen zweiten Besuch.

Kontaktinfos:
Molly Darcy`s Irish Pub
Teinfaltstraße 6
A – 1010 Vienna
Tel.: +43 1 533 23 11
Fax: +43 1 532 64 89
e-mail: office@mollydarcys.at

Öffnungszeiten im Sommer:

Mon. – Thu.: 16:00-2:00
Fri. & Sat.: 16:00-3:00
Sun. & Holiday: 16:00-1:00

Loibnerhof – Wunderbares Biedermeier

Juni 1, 2009 Kritiken No Comments
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Am Tor zur schönen Wachau findet sich direkt an der Donau in Unterloiben der Loibnerhof mit dem wohl schönsten Gastgarten Niederösterreichs. Am Weg hinein durchkreuzt man die vorgelagerten Gebäude, wo frische Donau-Welse und Forellen in einem großen Aquarium schon darauf warten, auf den Teller zu springen. Betritt man dann durch den Loibnerhof-Bogen das eigentliche Restaurant landet man direkt im riesigen Donau-Gastgarten, der einen umrandet von roten Rosen und mit blauweisskarrierten Tischtüchern direkt ins Biedermeier hineinversetzt.

Man setzt sich und es wird immer besser. Schattenspendende Bäume, ein Wachauer oder Kamptaler grüner Veltliner im Glas und eine Menüauswahl an heimischen Schmanckerln, die keine Wünsche offen lässt… Der Service ist super-aufmerksam und urig in der Nationaltracht unterwegs. Der Garten ist zwar sehr groß, doch soll es an sonnigen Wochenenden und besonders Feiertagen sehr geschäftig zugehen, rechtzeitig zu reservieren ist dabei sicher kein Fehler. Für Kind und Kegel ist dabei an Wochenenden auch hervorragend vorgesorgt – zusätzlich zum eigenen Spielplatz in Sichtweite gibt es eine eigene Kinderbetreuung im Garten.

Das Essen wird serviert und alle fünf Sinne leben mit. Spargelcremesuppe, Rehschnitzel mit Rotkraut und Semmelknödel, warme Forelle in Kräuterkruste an Blattsalaten… Herz und Gaumen schlagen höher, allerdings macht sich die Qualität und Frische auch auf der Rechnung bemerkbar. Vor allem die Beilagensalate schlugen sich überdimensional zu Buche, auch waren die Portionen nicht übermässig groß. Das größte Zuckerl kommt aber am Schluss: Die Nachspeisen sind die Sünde in jedem Falle wert!

Kontaktinfos:
Loibnerhof
Unterloiben 7

3601 Dürnstein
Tel.: 02732/ 82890
www.loibnerhof.at

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 23 Uhr

Und so schaut’s aus:

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Benkei – Kurzurlaub in Japan

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Wer in Wien wirklich japanisch essen möchte, sollte ins Benkei in der Ungargasse gehen. Warum? Hier können Sie zwar nicht bestellen, was Sie wollen, aber unter der kompetenten, mehrsprachigen Beratung von “Mama Benkei” (wir hoffen, sie nimmt uns die Bezeichnung nicht übel) wird der Abend garantiert ein Erlebnis.

Das Benkei ist der richtige Platz für einen Kurzausflug nach Japan. Und man hat tatsächlich dieses Gefühl, wenn man wieder aus dem Lokal spaziert. Das Lokal selbst bietet die spätestens seit Kill Bill bekannten Asia-Separees und auch die Niederflur-Tische mit verstecktem Fußloch drunter (Sie wissen schon, was wir meinen). Wenn nicht zu viel los ist, kommt die Dame des Hauses und Mutter des Kochs persönlich, und hilft einem bei der Auswahl der Köstlichkeiten.

Dabei bekommt man einen experimentellen Crashkurs in Sachen Fünf-Elemente-Küche. Erst Suppe für alle (besonders empfehlenswert: Die Soup in a can; exzellent und sowas kennt man noch nicht), dann womöglich eine oder zwei gemeinsame warme Vorspeisen. Im Anschluß wieder kalt: Sushi. Und dieses kann sich nicht nur optisch sehen lassen, sondern war wirklich hervorragend, auch für Nicht-Sushi-Fans. Man hat uns die Portion geteilt, gesamt kostet die große Portion rund 20 Euro. Jetzt wissen wir auch endlich, dass man nicht die Reis-Seite eintunkt, sondern den Fisch. Original: “It’s not about the Soy-Sauce, it’s about the Fish!” Grobes Missverständnis in Europa.

Nächste Lektion: Farblich von hell nach dunkel essen. Und: Für jede Stimmung gibt’s den passenden Fisch. Meister Benkei braucht Menschen nur anzusehen und weiß, welchen Fisch man braucht. Wir mögen’s wirklich, auch wenn wir eigentlich alle etwas Warmes bestellen wollten. Wir haben’s nicht bereut und kommen definitiv gern und öfter wieder.

Kontaktinfos:
Benkei
Ungargasse 6
1030 Wien
Tel.: 01/ 718 18 88
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 12 bis 15:00 Uhr und von 18:00 bis 23:30 Uhr (Küche bis 23 Uhr). Von 24. Dezember bis 7. Jänner geschlossen

Und so schaut’s aus:

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Malerwinkel – in der kleinsten Stadt Österreichs

Mai 8, 2009 Kritiken, Tirol 1 Comment
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Mitten in der kleinsten Stadt Österreichs im schönen, 400 Einwohner starken Rattenberg in Tirol sind wir auf ein einzigartiges Restaurant gestossen: das Malerwinkel. Es heißt nicht etwa so, weil ein bekannter Maler dort werkte (wobei das natürlich auch sein kann), sondern weil das alte Gebäude mit seinen Querbalkonen und hölzerem Stiegenaufgang so malerisch ist. Dementsprechend gut hat’s uns gefallen!

Das Restaurant fügt sich in die alten Gemäuer und Rundbögen ein und bietet drei komplett unterschiedliche Gasträume. Der vordere Bereich ist eher “Beisl-ig”, der mittlere Raum wirkt wie ein gemauerter, breiter “Tunnel” und lässt durch die Deckenlöcher Sonnenlicht durchblitzen. Und der vierte Raum teilt sich in Bar-Tischchen und einen großen weiten ebenfalls gemäuerten Sitzbereich. Tolles Spiel zwischen modern und alt, flippige Lampen und Gestaltungselemente. Für romantische Abendessen ebenso wie für die große Familienfeier geeignet.

Als besonderes Zuckerl kann man im sich an den Hang schmiegenden Rattenberg direkt vom Lokal mit einem gläsernen Lift aufs Dach fahren, wo man auf einer Terrasse das ganze Inntal überblickt und wo auch Steh-Sektempfänge abgehalten werden können.

Nicht genug vom Lokal begeistert – obwohl der Rose-Prosecco auf der Karte schon ewig aus ist – hat uns das Essen betört. Der Waller war exzellent, ebenso der Petersfisch, die mit Käse, Blattspinat und Pignoli gefüllte Hühnerbrust an Pesto-Gnocci hat uns ebenso begeistert wie die Pasta-Varianten. Die Suppe vorab hätten wir uns sparen sollen – obwohl auch diese hervorragend war -, die Portionen sind gigantisch, wirken aber dank der großzügigen Teller und der schönen Präsentation sehr ansprechend. Die Preise sind für die Qualität und die Größe der Portionen absolut angemessen, eigentlich sogar günstig.

Wir empfehlen: Tirol-Ausflug einplanen. Und wer so vorbeifährt, sollte einkehren, er wird es nicht bereuen!

Kontaktinfos:
Cafe-Restaurant Malerwinkel
Pfarrgasse 93
6240 Rattenberg
Wirt: Thomas Ennemoser

Tel.: 05337 / 64232
Mobil: 0664/ 283 29 65
Email:
info@malerwinkel.co.at
www.malerwinkel-rattenberg.com

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 1:00 Uhr, Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr

Und so schauts im Malerwinkel aus:

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Kommentare

  • Günter: Also ich muß mich jetzt lobend über dieses Lokal äußern. Wir...
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  • roman hammel: Ziemlich mies. Unfreundlich, ungepflegt, Essen wie im Pflege...
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