Home » Kritiken » Neue Artikel:

Ich bin dann mal bei Frank…

thumbnail-661

Frank’s ist wohl vielen ein Begriff. Interessant war für uns das Lokal schon alleine aufgrund der Ambiente-Mischung, die uns dort erwartet hat. Ein Eingangs- bzw. Barbereich, der irgendwie eine Mischung aus Kaufhaus und Flughafen darstellt, ein bewusst nüchtern gehaltener erster Speiseraum – der aber v.a. durch die offene Verbindung zur Küche Charme hat und eine überaus kuschelige Ecke im hinteren Trakt, mit vielen Erdfarben und Ziegelgemäuer.

Im Frank’s kommen vor allem Steak-Liebhaber auf ihre Rechnung, denn diese sind einereseits empfehlenswert, andererseits auch im Preis-Leistungsverhältnis “okay”. Ebenfalls zu empfehlen sind für Freunde der amerikanischen Esskultur Burger, Ribs, sonst auch noch die Pizze. Dort stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das trifft leider nicht auf alle Speisen an der noblen Adresse Nähe Schwedenplatz zu, denn manche Gerichte können schlichtweg nur als teuer durchgehen, auch wenn an der Qualität sicher nichts auszusetzen ist.

Der Service war bei unseren zwei letzten (Ess-)Besuchen durchwachsen. Bei einem weiteren Besuch an dem wir lediglich die Bar aufsuchen wollten, haben wir das halbleere Lokal nach 20 Minuten (ohne Konsumation) wieder verlassen. Man hat ein wenig den Eindruck, dass beim Franks manchmal Speisen und Service-Anspruch nicht ganz dem preislichen Niveau gerecht werden. Dennoch hat sich das Lokal duraus etabliert und bietet seinem Publikum auch gute Kost. Wenn wir beim nächsten Besuch etwas mehr “Freude” am eigentlich sehr guten Gastro-Konzept entdecken, würde uns das aber freuen.

Kontakt:

Laurenzerberg 2
1010 Wien
Tel 01 533 78 05
Fax 01 533 78 05-13
E-Mail restaurant@franks.at

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag von 11:00 Uhr bis 02:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag von 17:00 Uhr bis 02:00 Uhr
Im Juni, Juli und August ist Sonn- und Feiertags geschlossen

Und so sieht’s aus:

[nggallery id=47]

Sushi Bada – Leally Korean

thumbnail-135

Als alte Ex-Koreanerin bin ich immer auf der Suche nach Authentischem “Korean Food” und das ist leider gar nicht so leicht zu finden. Das Sushi Bada versteckt sich eher unaufdringlich neben der weltgrößten Fastfood-Kette in der Johannesgasse. Und ich bin nach jedem Besuch froher, dass wir’s entdeckt haben. Die klassischen koreanischen Gerichte – von Bulgogi (mariniertes Rindfleisch), Bibimbap (Reis mit Gemüse und scharfer Paprikasousse) über die diversesten lecker-scharften Eintöpfe bis hin zu den koreanischen Street-Stall-Klassikern Dogbogki und Mandu – finden sich alle auf der Karte. Und schmecken dann auch noch so wie sie sollen! – und daran scheiterst sonst ja leider meistens. Dazu gibt’s auch noch eine große Auswahl tadellosen Sushis für alle Japan-Fans, auch in den extravaganteren Varianten.

Das tollste am Bada ist aber in jedem Fall die Klientel. Die Halbliter-Flaschen Soju (mittlerweile synthetisch hergestellter Süßkartoffel-Schnaps) rinnen an den Nachbartischen nur so, wer’s mag, sollte da auch unbedingt mithalten. Wir übernehmen allerdings keine Gewähr, Soju soll ja anscheinend blind machen. Ob damit aber nur das Blackout wegen übermäßigen Konsums gemeint ist, sei dahingestellt. Dazu echtes koreanische Liebesgesäusel aus den Lautsprechern, man fühlt sich wirklich wie mitten in eine Seitenstrasse Seouls hineinversetzt. Bevor’s jetzt zu sentimental wird: Das Personal ist wunderbar bemüht und die Preise sind außerordentlich fair und bewegen sich für die Hauptspeisen unter 10 Euro, außer bei Meeresfrüchten.

Also: Hingehen. Ausprobieren.

Kontakt:
Sushi Bada
Johannesgasse 3
1010 Wien
Tel.: 01/ 512 62 45
oder 0676/ 93 83 384

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 11:30 bis 23:00 Uhr, keine Feiertage, keine Mittagspause

So schaut’s aus:

[nggallery id=46]

Kent – Little Istanbul

thumbnail-159

Das Kent im Herzen des Brunnenmarkts hat es mittlerweile zu rechter Bekanntheit gebraucht. Zu Recht – neben günstiger und guter türkischer Küche hat es einen der schönsten Innenhof-Gastgärten Wiens. Findet man den Weg durch das verwinkelte Lokal nach hinten, gelangt man in den kieseligen Garten, wo man rund um einen Springbrunnen im Schatten mächtiger Bäume gegrilltes Lamm, Kebab, vegetarisches Hirtengulasch oder Schafkäse-Salat schmausen kann. Auch zum Frühstücken vielleicht einmal was anderes…

Einziger Wermutstropfen ist, dass der Gastgarten leider abends bereits recht zeitig wieder schließt. Man sollte also spätestens um 20:00 zum Abendessen erscheinen und sich vielleicht eine Location suchen, in der man den Abend unter freiem Himmel ausklingen lassen kann. Dazu bieten ja einige Beisln am Brunnenmarkt reichlich Gelegenheit.

Die Preise im Kent sind wirklich am Boden geblieben, das Lokal ist unter anderem deshalb meist voll, weshalb man teils für Tisch und Speisen längere Wartezeiten einplanen muss.

Kontaktinfos:
Restaurant Kent
Brunnengasse 67
1160 Wien
Tel.: 01/ 405 91 73 (Bestellservice)
Email: kent_restaurant@gmx.at
www.restaurant-kent.at

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 6:00 bis 02:00 Uhr, Garten von 9:00 bis 22:00 Uhr

Und so sieht’s aus:

[nggallery id=45]

Barockerlebnis Süssi

thumbnail-591

Das Süssi ist wirklich einmal was Anderes. In dem Mini-Lokal mit “Take-Away”-Theke in der Wiener Operngasse, gleich ums Eck von der Schleifmühl-Lokalmeile, wartet eine barocke Überraschung: Ein Goldengerl-besetzter, Samtvorhang-behangener Barock-Teesalon. Hier sprechen wirklich die Bilder für sich. In der kleinen Gaststube haben vielleicht 16 Leute Platz, sofern sie selbst nicht dem üppigen Barock entsprechen. Beim Betreten des Lokals wird einem aber sofort klar, worum es geht.

Man steht direkt vor einer Glastheke voller süsser Köstlichkeiten: Tartes a la Crèmes, Tartes au Caramel, Tartes au Joghurt (mit frischen Früchtchen), Quiche (ok, nicht süss), Macaroons (wo sogar Oberlaa neidig wird), Schaumrollen (ohne französische Übersetzung), Mariage Frères Thè und viele verschiedene Chocolat Chaud (Chocolat Parisienne, Napolitana, Espagnol, Blanc, Suisse und natürlich Viennois). Alles in allem also eine wirklich üppige Angelegenheit schon per se, die großzügige Schlagobersverteilung setzt dem Genuss noch einmal die Krone auf. Kalorienzählen – auch nur in Ansätzen – definitiv keine gute Idee. Eine Tarte mit Tee oder fünf Makronen mit heisser Schoki kommen dabei auf rund 9 Euro.

Besonders an einem verregneten Wochenende oder einem kalten, windigen Tag ist ein Besuch im Süssi mit der richtigen Plauder-Gesellschaft ein großes Erlebnis. Sehr amüsant sind auch die Blicke der Passanten durch das große Schaufenster, während man unter den wachen Augen und beschützenden Flügeln der Goldengerl gustiert. Für die nächste Abendeinladung bietet das Süssi die richtigen Dessert-Mitbringsel, große Augen garantiert. Sissi, das hättest du dir so wohl nicht gedacht!

Kontaktinfos:

Süssi – Salon de Thè Francais

Operngasse 30

1040 Wien

Tel: 01/ 943 13 24

www.suessi.at

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 21:00 Uhr

Sonntag von 13:00 bis 21:00 Uhr

So schaut’s aus im Süssi:

[nggallery id=39]

Silberwirt – Stammlokal im Schlossquadrat

thumbnail-230

Der Mythos Schlossquadrat ist schnell erklärt: Ein Häuserblock am Margarethenplatz, vier Lokale, innen durch ihre Gastgärten miteinander verbunden. Der Silberwirt hat den größten und einen wirklich wunderbaren Garten, das Lokal selbst ist auf die Hinterseite des Häuserblocks hinaus in die Schlossgasse gelegen. Schön, jugendlich-urig, gemütlich, mit dem gewissen Charme und optischen Extras fühlt man sich sofort wohl im Silberwirt. Überdimensionale Gabeln beim Eingang, Kunst, Lampen mit Schleier oder aus geblümtem Porzellan, das Besteck kommt in einer Holzbox für alle auf den Tisch, aus der man sich selbst bedient. Wir waren an einem herbstlichen Samstag dort, der Wirt sperrt erst pünktlich um 12 Uhr Mittags auf und ist auch innerhalb kürzester Zeit voll.


Der Service ist schnell und zackig, auf der Speisekarte steht knackige Hausmannskost. So gibt’s neben Schnitzel und gekochtem Schulterscherzl etwa ein Stelzengröstl mit Eierschwammerl und Salat oder Kürbisteiglinge mit blauen Kartoffelchips in Kürbissugo (als kleine Portion für 6 Euro, als große für 9 Euro). Österreichische Weine und selbstgemachte Fruchtsirupe landen als flüssige Begleiter am Tisch, von Himbeer-Zitrone über Johannisbeer-Minze bis zu Hollunder-Limone schmecken sie alle herrlich. Der Sirup kommt im separaten Stamperl zur Eigendosierung. Es gibt auch ein eigenes Bier, das Margaretner. Unter der Woche gibt’s ein zweigängiges Mittagsmenü für 6,20 Euro. Auch die Nachspeisen wurden sehr empfohlen. Schön, rund, sauber – ein Klassiker Wiens, der einen Besuch im Schlossquadrat auf jeden Fall rechtfertigt!

Kontaktinfos:
Silberwirt
Schlossgasse 21
1050 Wien
Tel. 01/ 544 49 07
Fax. 01/ 548 84 66
E-Mail: info@schlossquadr.at

Öffnungszeiten:
Täglich von 12.00 bis 24.00 Uhr, keine Ruhe- und Feiertage

Und so schaut’s aus:

[nggallery id=38]

Pessoa Lounge – abendlicher Geheimtipp

thumbnail-168

Die Pessoa Lounge kennen wir eigentlich von abendlichen Besuchen mit Freunden und von privaten Festen dort. Jetzt haben wir es einmal zu Mittag probiert. Wir bleiben beim Abend.

Das kleine Lokal mit Bar und einigen Tischchen am Ende der Favoritenstrasse, also in Stadtnähe bei der TU ums Eck, ist mittags zu unserer Überraschung wirklich fast leer, obwohl es ein günstiges Mittagsmenü inklusive Getränk (!) gibt. Der Service ist wie auch abends sehr nett und aufmerksam und hat sogar einen authentischen Akzent.

Montag bis Freitag gibt es jeweils ein Mittagsmenü in vegetarischer und fleischiger Variante für rund 8 Euro. Die übrige Karte hat viele Kleinigkeiten und portugiesische Tapas sowie Salate zu bieten, alles zu überaus fairen Preisen. Der Kaffee ist wirklich gut und wird mit einer einzeln verpackten Zimtstange serviert, wir haben noch nicht nachgefragt, wie man diese einsetzt. Auch die Cocktails und portugiesischen Weine sind durchaus mehrere Versuche wert. Also: Abends hingehen und geniessen oder im Sommer unter der Woche auf der schönen Innenhof-Terrasse frühstücken! Für private Feste bis 30/40 Leute (stehend) ein guter Tipp!

Kontaktinfos:
Pessoa Lounge
Favoritenstrasse 7
1040 Wien
Tel.: 0650/ 473 86 86
Email:
office@pessoalounge.com
www.pessoalounge.com

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 23:00 Uhr, Freitag bis 02:00 Uhr, Samstag 14:00 bis 02:00 Uhr

Und so schaut’s aus:

[nggallery id=37]

Empfehlung der Redaktion

Art of Reconciliation

Geschenktipps

Lokalaugenschein TV

Facebook

Kommentare

  • Günter: Also ich muß mich jetzt lobend über dieses Lokal äußern. Wir...
  • C.K: Gegenüber der Unart der Wirtin tritt in diesem Gasthaus alle...
  • roman hammel: Ziemlich mies. Unfreundlich, ungepflegt, Essen wie im Pflege...
  • Bettina Samson: dieses Restaurant ist leider in keiner Weise zu empfehlen, v...
  • Jana: Das POS bleibt für mich mein Favorit in dieser Umgebung. Nir...

Willkommen beim Lokalaugenschein

Schön, dass du uns gefunden hast. Unser Motto ist: "Wir essen, was wir wollen". Wir hoffen, dass wir dir eine kleine Orientierungshilfe rund um das Thema "gutes Essen" geben können.

Lokale in Neubau

Ein Wiener zum Quadrat: das Restaurant Wiener in der Herrmanngasse

Das Wiener in der Herrmanngasse

Man hat es schwer, wenn man ein Lokal betreibt, das in der Herrmanngasse im 7. Bezirk liegt und es nicht „Grünauer“ heißt. Denn man hat einen unter Feinschmeckern übermächtigen Mitbewerber in der Distanz von rund elf Metern zum eigenen Eingang. Ob diese Überlegung beim Betreiber des „Wiener“ eine Rolle gespielt …

Tartatata

Tarta Tata

Tartatata – der Name allein ist Headline genug. Das Tartatata ist ein kleines, schlichtes Törtchencafé im siebten Bezirk. Es ist der zweite Streich der Betreiber des Sapa, des vietnamesisch-gemütlichen Sit-Ins, der ja auch aus dem Grätzel hinter der Mariahilferstrasse nicht mehr wegzudenken ist. Das Tartatata ist genau ums Eck des …

Wratschko – ein Wiener verborgen im Unscheinbaren

_DSC1123 [640x480]

Wenn man nur wenige Meter der Neustiftgasse von der Ecke Neubaugasse hinab in Richtung Wiener Innenstadt folgt, dann steht man vor einem – von außen sehr unaufregenden – Beisl namens „Wratschko“. So weit so gut. Dass die Neustiftgasse wahrscheinlich die unattraktivste Straße des 7. Bezirks ist, weil dort auf zwei …

Petit Maroc – Lamm im Topf

_DSC1137 [640x480]

Im Normalfall verträgt ein guter Magen Abwechslung. Dies trifft jedenfalls auf meinen in besonderer Weise zu und so bin ich als Lokalaugenschein Tester immer wieder in besonderer Weise erfreut, wenn sich eine Gelegenheit bietet etwas anderes als das übliche goldgelbe, frittierte Schwein am Teller zu haben. Das Schwein möge mir …

Landia

thumbnail-186

… empfohlen von Gaumenfreund Käthe. Willkommen im Studentenleben! Ende 2008 eröffnete im Erdgeschoß des Haus Oberösterreich (der fast schon legendären Unterbringung oberösterreichischer Studenten in Wien 7) ein vegetarisches Lokal, das das studentische Leben par excellence repräsentiert: Zwischen Reiseführern (für Träume übers Leben nach dem Studium) und WLAN-Hotspot servieren die Inhaber …

schon schön

schonschoen_web_5_0

… empfohlen von Gaumenfreund Käthe. Fein essen, neu einkleiden oder doch eine neue Frisur ausprobieren? Im schon schön kümmert man sich ums äußere und innere Wohlbefinden, wobei unser Hauptaugenmerk aufs schöne tafeln gerichtet ist: Wir haben kürzlich das schon schön in der Mittagspause getestet. Von Dienstag bis Samstag bietet das …

Lena & Laurenz

thumbnail-184

… empfohlen von Gaumenfreund Käthe. Wer den faden Käse-Kornspitz zu Mittag nicht mehr sehen kann und für wen die Leberkäs-Semmel als mittägliche Ernährungssünde gilt, dem sei Lena & Laurenz ans Herz gelegt. Mitten im 7. Bezirk stationiert versorgt uns das Essgeschäft mit kleinen, feinen und ernährungstechnisch ausgewogenen Köstlichkeiten. Zu den …

@lokalaugenschein

Error: Twitter did not respond. Please wait a few minutes and refresh this page.